Unsere Philosophie

Wir leben in einer Welt, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten aufwächst. Orte, an denen Natur nur in sehr gebändigter Form zu finden ist, Orte an denen unsere Lebensmittel aus der Kühltheke im Supermarkt kommen und der Müll in der Tonne landet. Orte an denen der/die Einzelne oft das Gefühl hat unterzugehen und keinen Einfluss auf das Geschehen um sich herum zu haben.

Seit Jahren sind wir in Gemeinschaftsgärten aktiv und sehen dort, wie urbanes Grün und die Möglichkeit sehr niedrigschwellig eigenes Gemüse anzubauen die Menschen verändert. Wir selbst haben in den Gemeinschaftsgärten gelernt, wie Gruppenprozesse funktionieren, wie gemeinsame Entscheidungen getroffen werden, wie eine funktionierende Nachbarschaftshilfe abläuft, welche Möglichkeiten der Partizipation am Stadtgeschehen es gibt, wie lecker selbstgeerntete Radieschen schmecken und wie lange es dauert, einen Kürbis wachsen zu lassen.

All das hat uns sensibilisiert für die Umweltprobleme unserer Generation aber auch unsere Fähikeiten dagegen vorzugehen. Auf einmal findet man sich im Supermarkt wieder und hinterfragt, wie solche Mengen gleiches, perfektes Gemüse in die Regale kommt. Die Gärten sind für uns der Ausgangspunkt für vielfältige Möglichkeiten des Engagements für eine gesunde Umwelt. In den Gärten lernen wir, dass Dinge zum Positiven verändert werden können und dass es ein sinnerfüllteres Leben ist, wenn wir es nicht nur als passive Konsumenten verbringen, sondern Zusammenhänge und Missstände erkennen und unser Leben mutig und aktiv selbst (mit)gestalten. Alle Kinder bringen diese positive Lebenseinstellung und Neugier mit. Unser Angebot stärkt die Kinder in ihrem Tatendrang und ihrer Selbstwirksamkeit!

Wir wollen gemeinsam mit Kindern Stadtnatur erkunden. Dabei stehen für uns Partizipation, Experimentierfreude, gemeinsame Entscheidungsfindung und Kreativität im Mittelpunkt.

In den Beeten achten wir auf ganzheitliche Gartenmethoden, welche die Kreisläufe der Natur, an Stelle von Chemie als Hilfsmittel nutzen. Wir probieren uns in Praktiken aus der Permakultur und zeigen, dass nicht nur der Mensch gärtnert. Tiere und Wildpflanzen spielen für uns eine ebenso wichtige Rolle für einen lebendigen Garten, wie glückliche GärtnerInnen.